Tragisches Ende der
Loveparade 2010: Reaktionen aus der Club-Szene
Von DENISE
BREIDBACH
Für viele immer noch unfassbar: die
Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 19 Toten und hunderten
Verletzten. Was einst als friedliche Demonstration im Namen der
Liebe und der Musik begann, endete im Chaos. In der Partylandschaft
wie auch überall sonst herrscht Trauer und Entsetzen, viele Events
wurden abgesagt. 
Die Frage nach der richtigen Umgehensweise
mit den Geschehnissen wurde schon kurz nach den ersten Meldungen
der Katastrophe laut. Auf Facebook forderten mehrere User, die
Loveparade und anschließende Partys abzusagen. Weiterfeiern? Für
viele undenkbar. Gruppen wie "Aufruf heute nicht weiter zu feiern"
wurden gegründet, bei "Trauer um die Toten der Loveparade 2010 in
Duisburg" und "Mein Mitgefühl für die Opfer der Loveparade in
Duisburg" bringen immer noch viele Szenegänger ihr Entsetzen und
Beileid zum Ausdruck. Diverse Profil-Fotos sind schwarz oder
entsprechend der Trauer gestaltet.
Zahlreiche Events wurden
abgesagt
Als einer der ersten Veranstalter sagte die
Kiesgrube ihre geplante Party über Facebook für Sonntag ab, auch
die "ultraschall"-Macher zogen die gleiche Konsequenz. Für viele
Nachtschwärmer der richtige Entschluss, entsprechend fielen die
Kommentare dazu aus. Großes Unverständnis herrschte im Netz über
das Weiterlaufen der Loveparade und die Entscheidung, die "1Live
Rocker & Freunde"-Party steigen zu lassen. Was viele nicht
wussten: Da der Krisenstab eine weitere Massenpanik befürchtete,
wurden die Veranstalter ausdrücklich gebeten, nicht abzubrechen. So
erklären sich auch die weiterfahrenden Floats, die von vielen Usern
als äußerst grotesk und pietätlos empfunden wurden.
Top-DJ David Guetta war als einer der
Headliner für die Abschluss-Kundgebung geplant, er sagte genauso
wie Techno-Urgestein Westbam sein Set ab. Über Facebook richtete er
folgende Worte an seine Fans: "What happened today is heartbreaking
and unprecedented. I won't (be) with you at Love Parade. I trust
that my fans who came to dance with me, will understand why. If you
are there please move slowly and safely home. My sincere sympathies
to anyone who has been touched by this. David Guetta"
Andere Events dagegen finden zumindest am
Sonntag statt: So erklären die Macher des "Heile Welt Open Air" auf
ihrer Facebook-Seite, dass sie das Entsetzliche gemeinsam auf dem
Event verarbeiten wollen.
Auch in der Düsseldorfer Party-Szene hatte
sich der katastrophale Ausgang der Loveparade schnell
rumgesprochen. Auf die Ereignisse angesprochen, zeigten sich viele
Gäste entsetzt, das Club-Programm lief am Samstag aber insgesamt
normal weiter.
Nie wieder Loveparade
Dass es keine
Loveparade mehr geben wird, stand für viele schon am 24. Juli fest.
Organisator Rainer Schaller machte das Aus bei der Pressekonferenz
am Sonntag dann offiziell. Doch auf viele Fragen gibt es (noch)
keine Antworten oder die falschen, beschweren sich die User auf der
Facebook-Seite von TONIGHT. Auch die
richtige Umgehensweise mit so einer Katastrophe ist eine
Herausforderung - für alle.
Was bleibt, ist unendlicher
Schmerz, Trauer und
Fassungslosigkeit!
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